HUMANS

NAMIBIA

NAMIBIA

Namibia hat nicht nur spektakuläre Landschaften zu bieten, sondern ist auch Heimat eines Volkes, das so oft von Fotografen porträtiert wird, wie kaum ein anderes: die Himba. Sie leben als Halbnomaden im Nordwesten des Landes. Jeder, der sie in diesem trockenen, dünn besiedelten Gebiet besucht, ist fasziniert von ihrem eindrucksvollen Äußeren. Besonders die Frauen widmen der täglichen Körperpflege viel Zeit. Typisch ist ihre rot-braun glänzende Hautfarbe, die ihnen eine Mixtur aus Butterfett und roter Ockerfarbe verleiht. Sie tragen Lendenschürze aus Kalbsleder und Fell, und manchmal Schuhsohlen aus alten Autoreifen. Besonders auffällig sind die zu Zöpfen geflochtenen Haare, die ebenfalls mit ockerroter Paste eingerieben werden. Der Ausbau der Infrastruktur in ihrem Gebiet und die Zunahme von Tagestouristen führen leider dazu, dass sie ihre Identität zu verlieren drohen.

ÄTHIOPIEN

ÄTHIOPIEN

Lange habe ich überlegt, ob ich nach Äthiopien reisen sollte. Über den Ethnotourismus im Omo-Tal und über die dort lebenden Stämme hatte ich nicht nur Positives gehört. Sie leben in einer der abgelegensten Regionen Afrikas und haben doch sehr schnell die Gesetze von Angebot und Nachfrage gelernt. Als Foto-Objekt lässt sich leicht Geld verdienen und vor allem die Mursi-Frauen mit den Lippentellern profitieren von ihrem exotischen Aussehen. Immerhin kauft der Stammesälteste von den Einnahmen nicht nur Kalaschnikows und Schnaps, sondern auch Nahrungsmittel wie Hirse, Mais und Bohnen. Trotzdem waren es spannende Begegnungen, faszinierend in ihrer Fremdheit. Ganz anders erlebt man die Menschen im Norden des Landes, vor allem die christlichen Pilger in Lalibela. Für sie steht niemals das Geschäft im Vordergrund, sie sind offen, neugierig und freuen sich aufrichtig über das Interesse an ihrer Person.

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