Die Waorani-Indianer leben fernab der Zivilisation im tiefen Dschungel Ecuadors inmitten des Yasuni Nationalparks. Noch heute gehen sie mit dem Blasrohr auf die Jagd, gewinnen ihre Medizin aus den Pflanzen des Urwaldes und die Frauen bringen ihre Kinder in der Hängematte zur Welt. Lange Zeit waren die Waorani als grausame Jäger gefürchtet, die aus dem Hinterhalt töteten. Sie galten als eines der kriegerischsten Völker und ihr gewaltvoller Widerstand richtete sich gegen Mitglieder anderer Stämme, gegen Missionare und schließlich gegen die Erdölförderung, die dramatische Umweltzerstörungen nach sich zog. Heute wird jeder, der die strapaziöse Anreise auf sich nimmt, freundlich empfangen. Der Neckargemünder Fotograf Norbert Becke verbrachte fünf Tage in der Abgeschiedenheit des Yasuni Nationalparks. Hier lernte er einzigartige Menschen kennen, die sich offen und entspannt zeigten, aber auch als beharrliche Kämpfer für ihre Rechte auftraten.

Nicht weniger faszinierend ist das Zusammentreffen mit den vielen Indio-Kulturen im Andenstaat. In großen Städten und auf kleinen Indiomärkten porträtierte Norbert Becke eine Vielzahl unterschiedlichster Charaktere. Kinder und Greise, Männer und Frauen – Gesichter, die Geschichten erzählen!